Josephine Baker & ihr Treffpunkt 8 Uhr

 

Schon im frühen 20. Jahrhundert duftete die Welt des Adels und der Reichen und Schönen in Berlin nach der berühmten „Berliner Luft".
Der Klavierbauer Joachim Friedrich Schwarzlose gründete 1856 den Drogeriehandel J. F. Schwarzlose Söhne im Zentrum der Hauptstadt, wo er auch seine exklusiven Parfums entwickelte.
Zu seiner berühmten Kundschaft gehörten u. a. die königliche Familie Hohenzollern und der Kaiser von China, die begeistert waren von den sogenannten „Industrie-Düften" der Hauptstadt.

In Glasflakons fing das Dufthaus das damalige Flair Berlins ein. Parfums trugen die Namen „1A-33" - das ehemalige Autokennzeichen der Stadt -, „Treffpunkt 8 Uhr" - eine Komposition aus Mangoblüten, Ingwer, Salbei und Herbstzeitlose, die an Berliner Flirts und Liebesgeschichten erinnert, u. a. soll auch die Sängerin und Tänzerin Josephine Baker, das It-Girl der 20er Jahre, die Duftkompositionen geschätzt haben.

Nachdem das Unternehmen im Jahre 1976 von den Erben eingestellt worden war, verhalf der bekannte Industriedesigner Lutz Herrmann, der unter anderem Duftwasser-Flakons für Joop und David Beckham entworfen hat, zusammen mit der Parfümeurin Véronique Nyberg und dem Marketing-Fachmann Tamas Tagscherer im Jahre 2012 den Düften des ehemaligen Traditionshauses J. F. Schwarzlose zu einem neuen Auftritt.
Heute sind die exklusiven Düfte im KADEWE in Berlin und im Luxuskaufhaus Luxuskaufhaus Breuninger in Stuttgart erhältlich.

Die Vergangenheit trifft auf ein modernes, hippes Berlin: Die wiederbelebten und neu kreierten Düfte sind selbstbewusst, kosmopolitisch, authentisch und originell. Düfte wie „Trance" spiegeln die Ambivalenz der Stadt zwischen Modernität und Tradition wider. Die Looks der Flakons sind ebenfalls angepasst an die Originale aus dem vergangenen Jahrhundert: Schwarz und Gold ziehen sich durch den gesamten Look. Alte Tradition geht hier mit frischer Kreativität und Extravaganz eine gelungene Allianz ein.

Übrigens: Unsere Moderatorin trägt in dem Beitrag von J.F Schwarzlose ein weißes Kleid von Elisabetha Franchi.


Share