Couture of Colours

Die schönsten Looks vom Runway: Chanel, Atelier Versace, Dior, Armani Privee. 
Chanels Couture-Show zählt zu den Highlights der Pariser Fashion Week. Für seiner Prêt-à- porter-Kollektion wagte sich Lagerfeld an ein politisches Thema und ließ Feministinnen auf dem Laufsteg demonstrieren (NY-PAMILO TV berichtete). Für seine Haute-Couture-Frühjahr/Sommer-Kollektion 2015 ließ er sich für die Dekoration des Bühnenbildes von Impressionisten wie Henri Rousseau, Paul Gauguin und Henri Matisse inspirieren. Vor allem weiße Papierpflanzen erinnerten an deren Gemälde. Dieser Papierdschungel füllte sich während der Show nach und nach mit Leben, Orange, Royalblau, Gelb, Rosa und Grün erinnerten an Gaugins Primitivismus Anfang des 20. Jahrhunderts. Lagerfelds entwürfe zeigen aufwendige Bestickungen, Blumenverzierungen, Röcken in A-Linie , Spitze, breite Hüte, Tweedkostüme und -kleider mit Taillenbetonung und viele bauchfreie Oberteile. Ein besonderes Extra waren hohe, bis zur Mitte des Unterschenkels reichende Stiefel.

Auch Donatella Versace hat - das überrascht wenig - ihren ganz eigenen Blick auf das kommende Frühjahr. Ihre Kreationen sind eine Hommage an die Sinnlichkeit des weiblichen Körpers. Auch hier finden sich Royalblau dazu Feuerrot und die beliebte Nichtfarbe Schwarz. Versace zeigt unterschiedliche Kleidersilhouetten, wie etwa bodenlange Roben, wie Lagerfeld auch A-Linien-Kleider, Mini-Kleider und Abendroben mit transparenten Einsätzen. Überraschend ist die Rückkehr der Schlaghose, raffinierte Cut-Outs an Schultern sowie lange Beinschlitze. Neben femininen und körperbetonten Kleidern zeigt Atelier Versace figurbetonte Jumpsuits mit ausgestelltem Bein und Cut-Outs von der Schulter bis hin zur Taille. Ein besonderer Hingucker ist der taillierte und schulterfreie Jumpsuit mit Mesh-Inlay.

Ein Revival des Space-Age-Zeitgeists feiert Designer Raf Simons. Seine Dior-Kollektion trägt Verweise auf Mondlandung und die Mode der 60er und 70er Jahre: „Moonage Daydream" nannte Simons die Kollektion konsequenterweise. In Paris zeigte er ausgestellte Petticoat-Kleider im Stil der 50er Jahre. Auch in seiner Kollektion finden sich Cut-Outs, dazu Shift-Kleider mit bunten Pop-Art-Drucken, bunt gemusterte Overalls, futuristische Stoffe, glitzernde Paillettenstoffe und spacige Regencapes. Die Sensation der Dior-Kollektion: ein schulterfreies Abendkleid aus blauen Spitzeblüten.

Im Palais de Tokio zeigte Giorgio Armani seine Haute-Couture-Kollektion für Armani Privé. Der Designer ließ sich offensichtlich von asiatischen Elementen, von Bambus und Kimonos inspirieren. Seine Kollektion verbindet souveräne Eleganz und edle Materialien mit traditioneller Handwerkskunst. Die Laufstegkulisse in Bambusoptik zeigten Aquarell-Prints und von Hand gestickte Bilder aus Pailletten, die sich auch auf den Modellen wiederfanden. Armani zeigt scharf geschnittene Wickelblazer, fließende Röcke und Seidenkleider ebenfalls im Bambusmuster. Farblich blieb Armani dezent, mit eleganten Grautönen, edlem Schwarz, Silber, Silbergrün und Tintenblau. Höhepunkt der Kollektion: ein schulterfreier Zweiteiler in Mitternachtsblau mit wertvollen Stickereien, auch hier in Bambusoptik. Beeindruckend ist auch das schulterfreie, bodenlange, hellblaue Straußenfederkleid mit schwarzem Taillengürtel.

(Bild: Screenshot)

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