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Eat, pray, love & enjoy Bali -
wo die Götter Yoga treiben

Unsere italienische Redakteurin Micaela Stermieri ist auf Bali auf den Spuren von Julia Roberts in "Eat, Pray, Love" unterwegs. Wo die Götter Urlaub machen, will sie die kulinarischen Geheimnisse der Insel lüften. Micaela ist eine erfahrene Asien-Reisende im Namen der Gaumenfreuden. Sie hat viele Jahre in Indien verbracht und kennt sich auch in Thailand gut aus. Wir sind gespannt auf ihre Erfahrungen & Berichte.

Kapitel 7: Die vier „s" der indonesischen Küche

Die Götter meinen es gut mit mir, denn heute bin ich im Siebten Himmel der balinesischen Küche angekommen. Ich habe mich zum Kochunterricht bei Janet DeNeefe und ihrem balinesischen Mann angemeldet. Die beiden sind stolze Besitzer der Restaurants „Casa Luna" and „Indus" und der „Bar Luna". Ausserdem betreiben die beiden die „Casa Luna Cooking School" wo sie „fröhlichen Touristen" wie mir die Geheimnisse der balinesischen Kochkunst verraten. Die gebürtige Australierin Janet hat einst die Liebe nach Bali gebracht und da die bekanntermaßen durch den Magen geht, macht es mehr als Sinn, dass Janet auch gleich mehrere Kochbücher über ihre neue Heimatküche verfasst hat. Sie ist über die Jahre zu einer wahren Institution auf Bali geworden, nicht nur dank ihrer Kochkünste, sondern auch durch ihr künstlerisches und ihr soziales Engagement. Mit ihrem Mann zusammen organisiert sie nebenbei zwei internationale Festivals: das Ubud Food Festival und das Ubud Writer Festival. Jetzt geht es aber um die kulinarischen Feinheiten der Insel.

Auf dem Speisezettel stehen unter anderem: Chicken Curry, Tofu Fritters, frischen Sambal, gebratenes Gemüse und Salate. Also erstmal auf den Markt, denn alles wird frisch zubereitet. Grüne Salate, rötliche Rüben, silbrig glänzender Fisch, Früchte in beinahe allen Regenbogenfarben ... Das macht Appetit.

Und dann beginnt die Arbeit. Die Zutaten für die Currypaste und Sambal werden in typisch balinesischen Mörsern zerstoßen. Im Unterschied zu Mörsern in Europa sind unsere hier flach und breit, das ermöglicht, größere Mengen der Zutaten auf einmal zu zerkleinern und gleichmäßiger zu vermengen. Nicht ganz unanstrengend. Unsere Lehrerin Yudey nennt diesen Teil der Vorbereitung lächelnd "Bali Gym".

Wir schneiden, hacken, marinieren und braten und während unsere Mahlzeiten langsam fertigköcheln und ich kurz noch den Tofu in Kokosöl kross brate, erzählt uns Yudey vom indonesischen Kochprinzip der vier "s": salzig, süß, sauer und scharf. Diese vier Nuancen gehören in jedes balinesisches Gericht! Wir werden jetzt mal probieren, ob uns das gelungen ist. Hier gehts zum Rezept



Kapitel 6: Das Geheimnis der schwarzen Croissants

Ich bin neugierig. Man hat mir berichtet, dass ein kleines französisches Bistro schwarze Croissants verkauft. Klar, dass ich mir das ansehen und natürlich auch probieren möchte. Und tatsächlich, das französische Nationalgebäck ist von tiefdunkler Farbe. Ich tippe mal auf Tintenfischtinte als Farbstoff, so wird es ja auch gern bei italienischer Pasta gemacht. Doch ein Schild im Café klärt auf. Das Geheimnis: Bambuskohle. Mein Croissant ist bereits bestellt und liegt bald pechschwarz in meiner Hand. Ein beherzter Biss hinein in die ungewöhnliche Backware und ich kaue regelrecht auf Asche. Keinesfalls möchte ich an der angepriesenen Heilkraft der Kohle auf meiner Zunge zweifeln, aber geschmacklich ist dieses Ascheteilchen schon ein besonderer Fall.

Es muss einem auf Reisen in fremde Länder ja auch nicht immer alles schmecken. Einiges ist eben doch zu ungewöhnlich. Dennoch ist es meiner Ansicht nach wichtig und auch spannend die lokalen Kochgewohnheiten und die regionalen Besonderheiten kennenzulernen, zu riechen, zu schmecken und zu probieren. Ich werde weiterhin mit großem Appetit die Insel erkunden.

Ciao von Bali, Micaela


Kapitel 5: Von Potatohead & Pomelosalat

Es regnet und wir sind inzwischen in Kuta, der Tourismushauptstadt der Insel Bali am Strand gelandet. Wir haben den Tipp bekommen, im "Potato Head" vorbeizuschauen. Der Name macht mich stutzig. Eine Kartoffelbude auf Bali? Bei unserer Ankunft mit dem Taxi sieht es jedoch gar nicht nach Bude aus. Eine grosszügige Auffahrt empfängt uns. Wir haben reserviert.

Und dann stehen wir mittendrin in einem monumentalen Halbkreis, der an das Innere eines Schiffes erinnert. Der Potato Head Beach Club beherbergt eine illustre und internationale Gästeschar. Die Mode ist jung, die Sprachen aus aller Welt. Eine sehr coole Location.

Wir werden heute abend im „Lilin Restaurant" dinnieren. Der gefeierte Küchenchef Gede Susila kreiirt hier innovative Gerichte, bei denen er sich auch von den traditionellen Strassenküchen inspirieren liess. Unser Starter: Pomelosalat mit gegarten Minicrevetten, der in sechs Porzellanlöffeln gereicht wird. Schon der Anblick ist ein Gedicht. Der Geschmack: verführerisch. Spannend, wie sich eine ganze Geschmackswelt auf einem kleinen Löffel konzentrieren kann. Die Hauptgerichte kommen erst noch und überzeugen uns mit ihren vielfältigen Gewürznuancen: Prawn Carpaccio, Tropical Green Mango Salad, Roasted Duck, Red Curry und Beef Rendang (sanft gekochtes Rindfleisch in indonesischen Gewürzen und Kokosnussmilch).

Draußen hat der Regen inzwischen nachgelassen. Wir entscheiden, den Heimweg zu Fuß anzutreten. In dieser Nacht werde ich träumen, das weiß ich genau. In meinem Traum werde ich nochmal den Pomelosalat erleben, das Curry, die sanften Tropenschauern, den guten Service im Restaurant. Bali, ein Traum!

Gute Nacht, Micaela

 

Kapitel 4: Das Bali Food ABC: Aubergine, Bananenblätter, Curry …

Lunchtime im „Café Lotus“ in Ubud, einer etwa 30.000 Einwohner starken Kleinstadt. Ubud gilt als das kulturelles Zentrum Balis deswegen verwundert es uns auch nicht, dass wir von der Terrasse einen traumhaften Blick auf den Tempel Pura Taman Kemude Saraswati geniessen können. Dieses architektonische Meisterwerk inmitten eines Lotosblütenteichs macht mir bewusst, dass Pray und Love ganz nah sind. Fehlt nur noch Eat.

Die Küche des „Café Lotus“ hat einiges zu bieten. Natürlich interessieren mich besonders die indonesisches Spezialitäten. Wir starten mit Makanan Ringan – Sechs verschiedenen lokalen „Tapas“ und freuen uns über Lemper (Hühnchen mit klebrigem Reis), Sambal Udang (Chili Garnelen), Pepes Ikan (gekochter Fisch im Bananenblatt gegart), Tumis Terung (sautierte Aubergine), Tahu Bergedel (frittierte Tofu-Bällchen) und Rujak (eingelegte Früchte, Bali Style). Nicht zu vergessen der süßlich, duftende Salat von Möhren und Daikon, einer ostasiatische Rettichart, ein Genuss! Aber das waren nur die Vorspeisen. Unsere Augen waren wohl wieder größer. Der Hauptgang lässt nicht lange auf sich warten und der Duft des Currys steigt appetitanregend in unsere Nasen: Auf den Punkt gebratene Tempe und Süßkartoffelküchlein, Mie Goreng, gelbes Gemüsecurry, ein leicht scharfer Kohlsalat mit karamelisierten Möhren. Inmitten des Tellers thront ein typisch balinesisches Bananenblatthütchen innen aus aromatischem Kokosreis. Fisch glänzt appetitlich in cremiger Currysauce.

Die balinesische Küche ist eine Selbsterfahrung mit Kardamom, Kurkuma, Ingwer und scharfen Chillis, mit Fisch und Fleisch und exotischem Gemüse. Und obwohl ich gerade nicht mehr an Essen denken kann, morgen ist ein neuer Tag und meine kulinarische Balireise geht weiter

Ciao aus Bali, Micaela

 

Kapitel 3: Bali: Die Früchte und Gewürze der Insel

Frühstückszeit! Ich bestelle ohne zu zögern das am Vorabend entdeckte grüne Elixier das meinen Körper im Laufe dieser Reise entgiften soll. Ich schmecke eine Prise Kurkuma, ein Gewürz, dem in Asien eine umfassende Heilwirkung zugeschrieben wird. Schon ein halber Teelöffel mit heißem Wasser aufgebrüht soll gegen Völlegefühl, Kater, Schnarchen ... helfen. Mein grüner Drink schmeckt vor allem aromatisch, ist kühlend und sättigend! Mehr brauche ich gerade nicht. Ich fühle mich schon jetzt leicht und erfrischt.

Nächster Stopp: der örtliche Supermarkt. Einkaufen in anderen Ländern ist immer auch eine kleine Entdeckungsreise, besonders die regionalen Früchte und die landestypischen Gewürze haben sofort meine volle Aufmerksamkeit: Rambutan, diese stacheligen kleinen Früchtchen, Mangostinos, reife Mango, Schlangenhautfrüchte, Minibananen und frischer Ingwer. Besonders beliebt auf Bali sind die Schlangenhautfrüchte, die mit ihrem knackigen Fruchtfleisch ein bisschen an Äpfel erinnern. Granatäpfel, Guaven, Tamarillos, die indonesische Insel Bali hat viel Fruchtiges im Angebot. 

Immer wieder sehe ich kleine Verkaufsstände, die mir frisches Obst anbieten. Zu meiner großen Freude herrscht auf Bali derzeit Drachenfrucht-Saison. Ich liebe dieses Obst. Am besten genießt man die Dragonfruit gut gekühlt und direkt aus der Schale gelöffelt, fast als Sorbet. Dazu ein Stück reifer, saftiger Papaya. In Indien habe ich gelernt, einen Teelöffel ihrer Samen gründlich zu kauen. Diese Nahrungsergänzung liefert wichtige Enzyme, die die Darmtätigkeit unterstützen. Die Kerne schmecken pfeffrig-köstlich. 

Wie wäre es jetzt mit einem frischgepressten Fruchtsaft? 

Kapitel 2: Freuden des Detox bei Lalla & Lili

Cafés und Restaurants am Ort locken mit frischen Säften, vegan-vegetarischen und glutenfreien Leckereien, ayurvedischen Tee sowie westlicher und indonesischer Küche. Unser Ziel, das Café „Lalla & Lili“ scheint da keine Ausnahme zu sein. Denn das erste, was ich auf den Tischen erblicke, sind Aufsteller, die die Zutaten der frischen „green juices“ angeben – das ist die Königin der Detox-Drinks und ich bin glücklich. Außerdem widmet die Menükarte den Vorzügen frisch zubereiteter Kombucha-Drinks eine ganze Seite. Jetzt bin ich im Himmel!

Ich bestelle fried vegetable an Tofu und indonesischen Gewürzen. Max ist auf dem Gado-Gado-Trip, was in der vereinheitlichten Landessprache nichts anderes als "Mix Mix" bedeutet, eine Mischung also aus gedämpftem Gemüse und hartgekochten Eiern, serviert an einer speziellen Erdnusssauce, die nichts mit der weit verbreiteten Satay-Sauce zu tun hat. Richtig zubereitet ein Traum! Beide Gerichte werden auf Bananenblättern serviert und erfreuen unseren Gaumen. Unsere erste kulinarische Erfahrung auf Bali ist äußerst angenehm. Ich beginne mich zu entspannen. Bevor wir das Café verlassen, kaufe noch eine Flasche Kombucha, die ich morgens ungeniert und glasweise auf leeren Magen zu mir nehmen werde.

 

Kapitel 1: Endlich Bali - wo die Götter Yoga treiben

"Zweifellos – wir sind auf Bali angekommen. Die Hitze und gefühlte 90 Prozent Luftfeuchtigkeit heißen uns am Flughafen der Inselhauptstadt Denpasar willkommen. An diese Wand aus schwüler Luft muss ich mich erst gewöhnen. Nach fast zweistündiger Fahrt erreichen wir Ubud, wo uns Landlord Mr. Wayan Ukir auf seinem Anwesen begrüßt. Auf dem Gelände seiner Familienvilla stehen Gästen fünf Bungalows zur Verfügung, samt Swimmingpool.

Grün ist es in diesem Garten Eden, und noch immer schwül. Unser vorübergehendes Zuhause verfügt über einen offenen Wohnraum mit Küchenzeile, Gaskocher und Kühlschrank. So sind wir kulinarisch unabhängig. Das ist immer und überall Gold wert. Doch heute Abend reicht es nicht mehr für Selbstgekochtes. Von Mr. Wayan Ukir erfragen wir das nächstgelegene Restaurant. Prompt empfiehlt er das „Lalla & Lili“, wenige Gehminuten vom Wayan’schen Guesthouse entfernt.

Auf dem Weg sichten wir zahlreiche Schilder, die uns auf die Vorzüge des Ortes aufmerksam machen sollen. Ich brauche nicht lange, um zu verstehen, dass diese Umgebung Raum für Gesundheit und Spiritualität lässt: Ein Yogazentrum nur fünf Minuten von unserem Bungalow bietet außer den klassischen Yogastunden auch die Gelegenheit zum meditativen Rückzug in einem so genannten meditation retreat. Im Zentrum kommen Gruppen zu mehrtägigen Selbsterfahrungsseminaren zusammen. Auch Entschlackung, die vielgerühmten Detox-Kuren, werden hier angeboten. Ich bin dabei!“

Weitere Infos und Impressionen über die Trauminsel, gibt es auf der Indonesischen Toursimus Website!

(Bearbeitung: LF, SiS; Bildquelle: © Visit Indonesia Tourism Office)

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